Das Atelier C1 DCH
Ungenormt als Programm, vereint im Kollektiv!
Als deutsch-schweizerisches KünstlerInnen-Kollektiv wurde Atelier C1 DCH von neun KünstlerInnen aus verschiedensten deutschsprachigen Regionen Europas 2022 gegründet.
Unterschiedlichste künstlerische Haltungen und Techniken, von detailreicher botanischer Zeichnung bis zu impulsiven Acrylmalereien auf quadratmetergroßen Leinwandlappen, von zarten Drahtskulpturen bis hin zu raumhohen Installationen, sind Ausdruck der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem aktuellen Weltgeschehen und der vielfältigen individuellen Blicke und Reaktionen darauf.
The German-Swiss visual artist group Atelier C1 DCH was founded in 2022 by nine artists from various German-speaking regions of Europe.
A wide range of approaches and techniques, from detailed botanical drawings to impulsive acrylic paintings on square meter-sized canvas rags, from delicate wire sculptures to room-high installations, express the artists' engagement with current global affairs and manifold individual perspectives to them.
Non-unified, but united in a group!
Katalog mit allen Künstler:innen und Texten von Sabina Oroshi,
anlässlich der Ausstellung in der Foundation Valentiny, Luxemburg,
I have met love, she has battered knees and goes beging from door to door
Hier stellen wir unsere Künstler:innen kurz vor:
Brief presentation of the group's artists:
Anne Arend- Schulten
Objekt und Installation
Auf der Suche nach Zugehörigkeit brauche ich Begleiter – sonst bin ich verloren.
Mensch, Tier, Pflanze, Winde, Wetter und das Licht von Tag und Nacht begleiten mich. Mein Kopfkino inspiriert die Objekte.
Material ist Gedächtnis von Zeit.
Die Materialien meiner Objekte bestehen aus Fragmenten gebrauchter Dinge – Zeugen gegangener Lebenswege. Neue Form entsteht und trägt Spuren gelebter Erfahrung weiter. Deiner und meiner.
Anne Arend-Schulten
Schattenfresser 5, Raumobjekt, 2026, Mixed Media, 81x27x11cm
Anne Arend-Schulten
trophee de vie II, 2026, Mixed Media, 60x80x17cm
Elke Reis
Es frustriert mich, dass viele Menschen die Dringlichkeit unserer ökologischen Herausforderungen nicht ernst nehmen. Mit meiner Kunst versuche ich daher, eine poetische Brücke zu schlagen, die sowohl aufrüttelt als auch aktiviert. Mein Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen und zu inspirieren, um gemeinsam Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen.
Elke Reis
Time, 2021, Acryl auf Leinwand, 160x150cm
Elke Reis
Wächter, aus der Installation Fvck Natvre, 2024
Franziska Steiniger
1954
geboren in Meißen
1985
Grenzen verlassen
Leben
Lieben
Malen - wider der inneren Grenzen
Lebt und arbeitet im Wendland
Franziska Steiniger
Bärlauch, 2023, Mixed Media, Papier, 130x130cm
Franziska Steiniger
OT, 2024, Acryl auf Kartonage gerahmt, 90x70cm
Ingrid Janowsky
Ich arbeite aus der Intuition heraus, roh, direkt, ohne dekorative Umwege. Mich fasziniert der Moment, in dem Vertrautes kippt und etwas Fremdes erscheint. Die Auswahl meines Materials muss möglichst viel Widerstand leisten, damit ich das Wahre finde.
Meine Arbeit sucht diese Bruchstellen, das Rohe und Unfertige, an denen sich das Bekannte verwandelt und die Schönheit im Unschönen sichtbar wird.
Ingrid Janowsky
Duckt Euch!, 2025, Öl, Acryl auf Leinwand, 100x100cm
Ingrid Janowsky
Warum willst Du das Wissen?, 2025, Acryl auf Leinwand, 100x80cm
K Siebert
K Sieberts Vademekum im Schaffensprozess sind erlebte und erfundene Geschichten und Situationen, die sie aufgreift und in Ihren Bildern zu einer Surealität entstehen lässt; sie wirken wie Zeitdehnungen oder Momentaufnahmen, mit abstrusem Charakter und einer vielschichtigen Realität.
K Siebert
UNORT Fort de Brégançon, 2023,
Öl auf Leinwand, 90x100cm
K Siebert
Haus in SO36, 2025, Öl auf Leinwand, 155x95cm
Kristin Pfaff-Bonn
Ich bin da und male.
Das ist der allem zugrunde liegende Anlass meiner Arbeiten.
Sich in der Welt verorten.
Der weibliche Blick auf die Welt und mein Geschlecht.
Kristin Pfaff-Bonn
Klebestelle rot übermalt, 2024, Acryl auf Papier, 184x150cm
Kristin Pfaff-Bonn
Europa und der Stier, 2024, Acryl auf Pappe, 60x77cm
Matthias Graber
Meine Werke zeigen sich in organischen Geflechten, Ornamenten oder fantastischen Landschaften, die eine persönliche Sicht auf die Welt einfangen. Ich sehe meine Kunst als Gegenpol zum Alltäglichen, als nonverbalen Austausch mit der Umwelt und als möglichen Zugang zum Unterbewussten. Malerei und Siebdruck als ein Safe Space, in dem Inspiration aus Tagträumen und Erlebtem geschöpft werden kann.
Matthias Graber
Franz, 2024, Acryl auf Leinwand, 74x55cm
Matthias Graber
Sophie, 2025, Acryl auf PET, 140x80cm
Stephanie Brühl
Zwischen meinem Perfektionismus und meiner künstlerischen Freiheit entsteht für mich ein spannungsreiches und herausforderndes Wechselspiel. Alltägliche Themen werden zu Geschichten auf Leinwand, Papier oder in plastischer Form. Wenn mich ein Thema fesselt, halte ich an diesem fest und setze es in verschiedenen Phasen meiner Emotionen künstlerisch um. Immer wieder drängt sich die Natur in meine Gedanken und findet dann den Weg in meine Bilder. Emotionen die sich expressiv in Farben und Linien ausdrücken, behaupten sich in meiner Arbeit. So entstehen sowohl spannungsgeladene Kunstwerke als auch harmonische Farbkompositionen.
Stephanie Brühl
o. T., 2024, Mixed Media auf Pappe, 50x70cm
Stephanie Brühl
Ich hab schon Kohlen nachgelegt I, 2024, Acryl auf Leinwand, 50x40cm
Susanne Choinowski
*1964, lebt und arbeitet in Bern | Seit 1991 als Ärztin tätig
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Choinowskis Kunst knüpft an die Tradition der botanischen Erforschung und wissenschaftlichen Untersuchungen an, die bis in die Renaissance zurückreicht. Verwurzelt im Erbe der Wunderkammern, nähert sich Choinowski der Natur mit einem wissenschaftlichen Blick. Durch die inspirierende Verbindung von Wissenschaft und Kunst verwandelt sie Naturstudien in ein Mittel der Narration.
Durch akribische Beobachtung und künstlerische Interpretation überschreitet Choinowski die Grenzen der tradierten botanischen Kunst und durchdringt ihre Arbeit mit Zitaten aus der griechischen Mythologie, der Pflanzensymbolik und der Medizingeschichte. Mit einer Vielzahl an Techniken wie Aquarell, Bleistift, Oel und Tiefdruck entstehen lebendige Erzählungen, die die Betrachtenden in die Welt der Botanik eintauchen lassen. Über ihren ästhetischen Reiz hinaus dienen ihre Werke als Wegweiser für Neugier und Erkundung und laden dazu ein, sich mit der Verbindung von Kunst und Natur auseinanderzusetzen.
Simon Santschi, Leiter der Europäischen Kunstakademie Trier
Susanne Choinowski
Blume in Blau, 2023, Acryl und Öl auf Papier, 51x38cm
Susanne Choinowski